Henrietta Horn

 

WORKSHOPS IN KAMERUN

„Afrika gab uns den Blues. Zeit, was zurückzugeben“

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Das Goethe-Institut Yaoundé und die Leiterin der »Association MEKA«, Elise Mbala, haben ein Projekt im Bereich Tanztheater, in Form von zwei einwöchigen Workshops mit Kameruner Tänzern und Musikern organisiert. Dazu eingeladen wurde Henrietta Horn, künstlerische Leiterin des Folkwang-Tanzstudios in Essen. Im Verlauf der Workshops wird eine Choreographie entwickelt, die sich zur Aufgabe gemacht hat, Tanz als Element komplexer Ausdrucks- und Aufführungs-kriterien zu thematisieren. Das Stück wird Anfang April 2006 auf dem Tanzfestival »Abok i Ngoma« – in etwa übersetzt mit »Tanz und Trommel«– in Yaounde aufgeführt.


Das Projekt fügt sich in einen konzeptuellen Rahmen ein, der sich mit drei Begriffen umreißen lässt: Globalisierung, Migration, Identität. Die Künstler suchen und brauchen theoretischen wie technischen Input, um sich mit dem auseinandersetzen zu können, was über alle Kanäle und Frequenzen auf sie einströmt und somit Teil ihrer Welt wird. Kunst hat in diesem Sinne gerade hier eine wichtige identitätsstiftende Wirkung, da sie, auf lokaler Folklore aufbauend, sich jedoch von dieser lösend, einen eigenen theoretischen Diskurs anbahnen, Synthesen finden und die kulturelle Praxis verändern kann.

 

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